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Seniorenheime am Rhein: Was den Impfstart noch ausbremst

Die Verletzlichsten unserer Gesellschaft schützen, das ist das Ziel, wenn es darum geht, möglichst zeitnah möglichst viele Ältere in Senioreneinrichtungen im Kreis Ahrweiler gegen Covid-19 zu impfen. Deutschlandweit ist die Lage ernst, so ernst, „wie sie noch nie war in dieser Pandemie“, formulierte Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts kürzlich. Wie wappnen sich die Seniorenheime am Rhein, um dem Virus, das leider weiterhin ein stetiger Besucher ist, mittels Impfungen entgegenzutreten? Und wann kann es endlich losgehen?

„Stand jetzt gibt es noch keine Informationen für den geplanten Impfstart im Kreis Ahrweiler seitens des Landes Rheinland-Pfalz“, heißt es auf RZ-Anfrage bei der Kreisverwaltung. Dies könne sich jedoch kurzfristig und eventuell noch zwischen den Tagen – je nach Liefermenge des Impfstoffs für das Land – ändern. Eine Erklärung für die leichte Verzögerung ist laut Kreis die Knappheit des Impfstoffs: In einer ersten Lieferung habe das Land nur relativ geringe Mengen des Impfstoffs erhalten. Aufgrund dieser Begrenzung werde mit den Impfungen in den Altenheimen und Senioreneinrichtungen der Landkreise und kreisfreien Städte begonnen, die zum Stichtag 16. Dezember über der durchschnittlichen Sieben-Tage-Inzidenz des Landes lagen.

Jedenfalls weit fortgeschritten sind die Vorbereitungen für die Impfung der Bewohner und Mitarbeiter im Seniorenzentrum Maranatha in Bad Bodendorf. Wie Einrichtungsleiter Harald Monschau berichtet, kamen bereits eine Woche nach dem Antrag ans Land die personalisierten Fragebögen zurück. „Diese werden an eine bestimmte Adresse geschickt“, erläutert er das Prozedere. Insgesamt warten Monschau zufolge im Maranatha rund 220 Bewohner auf die Impfung. „Hinzu kommen die Mitarbeiter“, berichtet er. Pro Person müssten rund fünf Blätter ausgefüllt werden. „Ich habe an einem Tag mehr als 3150 Seiten ausgedruckt“, erzählt Monschau, der das Vorgehen der Behörden ausdrücklich lobt. Es werde ordentlich, überlegt und mit Weitsicht gehandelt. Das gebe Zuversicht. Zwar weiß der Einrichtungsleiter schon, dass für die Impfung im Kreis das Deutsche Rote Kreuz zuständig sein wird, wann es aber im Maranatha losgehen wird, ist bisher noch nicht absehbar. Denn in Rheinland-Pfalz sind erst die Einrichtungen dran, in denen es einen hohen Inzidenzwert gibt. Dafür hat Monschau vollstes Verständnis. Er weiß aber auch: „Viele Bewohner warten schon sehnsüchtig auf die Impfung.“ Andere wiederum seien eher skeptisch. Generell gilt aber: „Die älteren Menschen gehen super mit der Situation um. Da können wir Jungen uns eine Scheibe abschneiden“, sagt der Einrichtungsleiter.

Im Seniorenzentrum Maranatha werden die Bewohner voraussichtlich in ihren Zimmern geimpft. Für die Mitarbeiter, so berichtet Monschau, sollen separate Räume eingerichtet werden.

Ähnlich wird es wohl auch in der Seniorenresidenz Curanum in Remagen ablaufen. Das jedenfalls
vermutet Einrichtungsleiter Tobias Wolframm. „Dass auch die Mitarbeiter hier geimpft werden, finden
wir sehr gut“, sagt er. Insgesamt sind es damit in der Seniorenresidenz Curanum rund 280 Personen, die die Impfung erhalten sollen. „Derzeit verschicken wir die Aufklärungsbögen“, berichtet Wolframm. Diese müssen entweder von den Bewohnern selbst, von Betreuern oder Angehörigen unterschrieben werden.

„Die Herausforderung ist also, möglichst schnell viele Rückläufe zu bekommen“, sagt der Einrichtungsleiter. Wenn die meisten Dokumente fertig sind, will Seniorenresidenz Curanum dem DRKsignalisieren, dass es seitens der Einrichtung losgehen kann. Heribert Frieling, Pressesprecher Marienhaus-Gruppe, hat eigentlich gerade Urlaub. Dass er dennoch Auskunft gibt, zeigt, wie ernst diese Zeiten sind. Das Seniorenheim St. Josef in Bad Breisig gehört zur Marienhaus-Gruppe. Einen Impftermin gibt es dort noch nicht. Im Haus werden von den Bewohnern derzeit die Einwilligungen eingeholt. Vielfach werde aufgeklärt und für die Impfungen geworben.„Oftmals können Bewohner nicht für sich selbst entscheiden, hier und da müssen auch die Hausärzte eingeschaltet werden, um sich zu beraten, wie es um Vorerkrankungen steht“, erklärt Frieling. Die meisten Bewohner haben laut dem Pressesprecher in Bad Breisig ihr Okay gegeben. Nun gehe die Liste mit den zu Impfenden an die zentrale Koordinierungsstelle des Landes. Wie es dann genau weitergehe, und welche Maßnahmen noch zu treffen sind, kann Frieling nicht genau sagen. „Wir müssen warten, wann es so weit ist, und dann wird es sicherlich auch eine To-do-Liste dementsprechend geben.“ Selbst wenn ein Großteil der Senioren geimpft sein sollte, sei es wichtig, sich immer noch an Schutzmaßnahmen und Regeln zu halten, gibt Frieling mit auf den Weg. Denn man könne sich weiterhin infizieren und die Krankheit weitergeben. Deshalb werden in Bad Breisig alle bisherigen Vorsichtsmaßnahmen beibehalten werden. „Das muss bei aller Euphorie auch nach der Impfung so bleiben.“

Quelle: Rhein-Zeitung, 29.12.2020

 

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